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Gold: Der Trend ist noch nicht am Ende

Gold ist überkauft, der Preis überreizt – so schätzen manche Medien die Situation bei dem Edelmetall ein. In der Tat kann es kurzfristig noch etwas nach unten gehen. Doch noch in diesem Jahr könnte Gold bis auf 1350 Dollar steige, meint Wolfgang Köbler, Vorstand der KSW Vermögensverwaltung AG...

Charttechnisch gesehen ist der langfristige Aufwärtstrend intakt. Nach der kurzfristigen Korrektur, die das Edelmetall durchaus auf 1080 Dollar sinken lassen kann, ist in diesem Jahr ein weiterer Anstieg bis zu 1350 Dollar möglich. Auch Kaufdruck ist ausreichend vorhanden: Der größte Goldfonds SPDR Gold Trust hat sein Rekordvolumen vom Juni 2009 wieder erreicht. Rücksetzer im Goldpreis werden also gezielt zum Kauf genutzt. Wir gehen für den weiteren Jahresverlauf zwar von weiteren Schwankungen aus, denken aber, dass 2010 mit einem weiteren Anstieg endet.

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Gold ist überkauft, der Preis überreizt – so schätzen manche Medien die Situation bei dem Edelmetall ein. In der Tat kann es kurzfristig noch etwas nach unten gehen. Doch noch in diesem Jahr könnte Gold bis auf 1350 Dollar steige, meint Wolfgang Köbler, Vorstand der KSW Vermögensverwaltung AG in Nürnberg. In einer Kolumne schreibt er hierzu wie folgt:

„Vor einigen Wochen erreichte Gold seinen bisheriges Allzeit-Hoch bei rund 1220 US-Dollar und legte damit schon im zweiten Jahr in Folge eine erstaunliche Performance an den Tag: 14 Prozent im Krisenjahr 2008 und 25 Prozent im Jahr 2009. Unweigerlich stellt sich da die Frage, ob Gold auf dem aktuellen Niveau noch kaufenswert ist. Nahrung erhielten die Spekulationen über einen fallenden Kurs durch die Korrektur der vergangenen Wochen. Manche Medien riefen gar die Trendwende aus. Begründung: Der Preis sei ausgereizt und die Erwartungen an das Kurspotenzial des Edelmetalls übertrieben.

Doch wer das aktuelle Szenario genauer betrachtet, erkennt, dass die Gründe für ein weiteres mittel- bis langfristiges Aufwärtspotenzial überwiegen. So sind die Fundamentaldaten bei Gold seit einigen Jahren nahezu unverändert: Die Minenproduktion liegt bei rund 2400 Tonnen im Jahr. Doch nicht nur Industrie und Schmuckproduzenten kaufen Gold, sondern zunehmend auch Investoren. Deren Nachfragevolumen liegt inzwischen bei 600 Tonnen und konzentriert sich immer stärker auf das physische Edelmetall, etwa in Form von Barren und Münzen, oder auf den Kauf der kostengünstigen und mit Gold hinterlegten börsengehandelte Indexfonds (ETFs). Diese Investoren sind in erster Linie an der Versicherungsfunktion von Gold interessiert, weniger an den Fundamentaldaten.

Zur Erinnerung: Im vierten Quartal 2009 zeigten sich die Märkte überrascht, als die indische Zentralbank 200 der 402 Tonnen kaufte, die der Internationale Währungsfonds angeboten hatte. China hatte bereits im Dezember 2009 verlauten lassen, Devisenreserven stärker für den Aufbau von Edelmetall-Positionen zu nutzen. Andere Staaten werden folgen. Gold ist das Mittel der Wahl, um sich in Zeiten ausufernder Staatsverschuldung finanziell zumindest partiell abzusichern.

Charttechnisch gesehen ist der langfristige Aufwärtstrend intakt. Nach der kurzfristigen Korrektur, die das Edelmetall durchaus auf 1080 Dollar sinken lassen kann, ist in diesem Jahr ein weiterer Anstieg bis zu 1350 Dollar möglich. Auch Kaufdruck ist ausreichend vorhanden: Der größte Goldfonds SPDR Gold Trust hat sein Rekordvolumen vom Juni 2009 wieder erreicht. Rücksetzer im Goldpreis werden also gezielt zum Kauf genutzt. Wir gehen für den weiteren Jahresverlauf zwar von weiteren Schwankungen aus, denken aber, dass 2010 mit einem weiteren Anstieg endet.

Einen Belastungsfaktor kann der Dollar darstellen: Wenn die US-Notenbank FED die Zinsen erhöht und damit den Greenback attraktiver macht, kann dies den Goldpreis zunächst drücken. Sehr massiv dürfte die Korrektur aber nicht ausfallen, da mit der Verbesserung der konjunkturellen Lage auch die Inflationsgefahren zunehmen – und das begünstigt wiederum Gold.“ (ir)

Quelle: FONDS professionell

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